Analytische Ergebnisse entstehen nicht losgelöst von ihrer Methode. Probenaufbereitung, Messgerät, Trennbedingungen, Detektor und Auswertungsregeln beeinflussen, welche Signale sichtbar werden und wie sie interpretiert werden können. Deshalb ist es hilfreich, nicht nur nach einer Prozentzahl zu fragen, sondern auch danach, worauf sich diese Zahl bezieht.
Bei einer chromatografischen Auswertung werden Bestandteile einer Probe unter bestimmten Bedingungen getrennt. Ein Detektor registriert Signale, die in einem Chromatogramm als Peaks dargestellt werden können. Die relative Peakfläche des Hauptsignals wird manchmal als Flächenprozent angegeben. Dieser Wert beschreibt zunächst den Anteil der integrierten Detektorantwort innerhalb der berücksichtigten Peaks.
Je nach Substanz können Detektoren unterschiedlich stark reagieren. Flächenprozent ist daher nicht automatisch identisch mit einem Massenanteil oder einer vollständigen Gehaltsbestimmung. Auch überlappende Peaks, die Probenvorbereitung und die Nachweisgrenze können die Aussage beeinflussen. Ergänzende Verfahren können weitere Hinweise liefern, aber auch sie haben jeweils eigene Grenzen.
Welche Kombination sinnvoll ist, hängt davon ab, ob die Frage die Trennung, Charakterisierung, Vergleichbarkeit oder das gezielte Auffinden bestimmter Bestandteile betrifft. Die passende Methode sollte sich aus dem Prüfziel ergeben und nicht nur aus einem Instrumentennamen.